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Apple-Aktie: Mega-Risiko China – wie der iPhone-Konzern jetzt reagiert!

Apple hat sich in den letzten Jahrzehnten abhängig von China gemacht. Nun fällt dem Konzern das Ganze auf die Füße. Lesen Sie hier, wie Apple darauf jetzt reagiert.

Auf einen Blick:
  • Das Erfolgssystem Apple ist bis dato abhängig von China
  • Denn der iPhone-Konzern lässt dort und in Taiwan einen Großteil seiner Produkte fertigen
  • Nun gibt es in der Volksrepublik heftigen Gegenwind
  • Apple will deshalb auf alternative Produktionsstandorte wie Indien setzen
  • Für die Aktie ist das ein gutes langfristiges Signal

Liebe Leser,

investieren Sie in Apple, dann investieren Sie in China: Wie kaum ein anderer westlicher Konzern hat sich der Apfelriese in den letzten Jahrzehnten der Volksrepublik verschrieben. Dabei geht es freilich nicht nur um den dortigen Absatzmarkt.

Vor allem für die Produktion von iPhones und Co. ist die Volksrepublik das Zünglein an der Waage. Im Prinzip basiert nahezu das gesamte Liefersystem der Kalifornier auf China bzw. Taiwan. Dort werden laut Analysten rund 90 Prozent der Apple-Produkte gefertigt.

Apple: Warum China immer mehr zum Problem wird

Für die US-Amerikaner ist das Ganze aber auch ein gravierendes Problem. Denn: China ist bei weitem nicht mehr so zuverlässig wie in früheren Jahren. Das hat natürlich mit der inzwischen sehr protektionistischen Politik Pekings zu tun, in deren Dunstkreis Handelskonflikte gedeihen. Gerade der schwelende Konflikt um Taiwan könnte das Fass zum Überlaufen bringen. In der Folge könnte die Kommunistische Partei ausländische Akteure wie Apple bestrafen.

Doch nicht nur das: Spätestens seit China in den letzten Monaten wegen Corona-Infektionen ganze Metropolen absperren ließ, ist das Land für internationale Investoren zu einem unmittelbaren Geschäftsrisiko geworden. Die Lockdowns belasten nämlich nicht nur die chinesische Konjunktur und die Lieferketten, sondern verschärfen auch die Personalproblematik.

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Hintergrund: Apple hat die Fertigung seiner iPhones zwar nach China oder Taiwan ausgelagert. Doch damit das funktionieren kann, muss der Konzern regelmäßig eigene Mitarbeiter dorthin schicken, um zum Beispiel Designfragen zu klären. Wegen der Lockdowns müssen die amerikanischen Apple-Angestellten allerdings mit umfangreichen Quarantänemaßnahmen in China rechnen, weshalb sich die Belegschaft hier offenbar zurückhaltend zeigt.

Unterm Strich lässt sich also sagen, dass China für Apple immer mehr zur Belastung wird – freilich auch in Sachen Reputation. Schließlich ist die Volksrepublik nicht gerade ein Vorbild, wenn es darum geht, die universellen Menschenrechte zu gewähren.

iPhone 14: Apple will Produktion in Indien verstärken

Da verwundert es kaum, dass der Tech-Konzern nun ganz vorsichtig die Reißleine zieht. Wie aus Medienberichten hervorgeht, lässt Apple sein neues „iPhone 14“ auch in Indien fertigen.  Der Konzern hatte dort bereits 2017 erste Produkte montieren lassen. Nun will man zum ersten Mal für eine aktuelle iPhone-Modellreihe auf den Subkontinent setzen.

Analysten sehen darin eine direkte Antwort auf die Probleme in China. Die US-Investmentbank JPMorgan etwa rechnet damit, dass sich Indien bis 2025 zu einem globalen Zentrum der iPhone-Fertigung entwickeln wird.

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Produktionsstandort Indien bietet für Smartphone-Firmen Vorteile

Die Vorteile: Indien ist politisch gesehen weit weniger restriktiv als China. Gleichzeitig verfügt das Land über viele wichtige Handy-Rohstoffe und bietet im Vergleich zu China geringere Arbeitskosten. Und nicht zuletzt ist Indien selbst der weltweit zweitwichtigste Absatzmarkt für Smartphones.

Kein Wunder also, dass das Land auf Begehrlichkeiten stößt. Übrigens nicht nur bei Apple: Auch Samsung betrachtet Indien mittlerweile als essenzielles globales Produktionszentrum und hat dort unlängst eines seiner größten Werke errichtet. Interessant ist, dass selbst chinesische Konkurrenten wie Xiaomi oder Oppo inzwischen in Indien einige Handy-Modelle produzieren lassen.

Trotz Delle: Apple schreibt Mega-Gewinne

Für die Apple-Aktie ist die Hinwendung in Richtung Indien meiner Meinung nach ein positives Signal, das eine langfristige Perspektive bietet. Auch wenn man hierfür wohl hohe Investitionen tätigen muss.

Die aber kann sich Apple durchaus leisten, wie Sie der folgenden Grafik entnehmen können:

Nettogewinn je Quartal von Apple

Zwar musste man im zweiten Kalenderquartal 2022 einen Rückgang des Nettogewinns hinnehmen. Dieser blieb mit 19,4 Milliarden Dollar aber immer noch sehr stattlich. Der Umsatz verbesserte sich indes leicht auf 83 Milliarden Dollar. Rund 63 Milliarden Dollar davon entfielen auf den Absatz der Produkte (iPhones, Mac, iPad und Wearables).

Gleichzeitig musste man jedoch einen Produktionsrückgang hinnehmen. Bedingt war dieser durch die Corona-Lockdowns in Shanghai und dem Umstand, dass man für das zweite Kalenderquartal kein großes neues Produkt im Portfolio hatte. Das soll sich mit dem „iPhone 14“ nun ändern.

Zum Schluss noch ein Blick auf den Aktien-Chart

Apple Aktie Chart
1T
1W
3M
6M.
1J
5J
max