Apple-Aktie: Die Frage ist nicht ob, sondern wann die Bullen an den Markt zurückkehren!

Die Apple-Aktie ist im Zuge des Ausverkaufs an den Tech-Märkten zuletzt deutlich zurückgekommen. Der Rücksetzer hat zu interessanten Einstiegskursen geführt.

Die Apple-Aktie galt lange Zeit als sicherer Hafen, als Fels in der Brandung, wenn die Märkte durcheinandergewirbelt wurden. Einige Experten sprachen sogar davon, dass es aus Anlegersicht sicherer sei in Apple zu investieren als in einen breit aufgestellten Aktienindex wie den S&P 500. Nun ja, wie man als Anleger mit diesem Ratschlag umgeht, bleibt jedem selbst überlassen. Fakt ist, dass sich die Apple-Aktie Ende März noch einmal bis auf 179,61 Dollar nach oben kämpfte und damit kurz vor einem neuen Rekordhoch stand. Die aktuelle Bestmarke liegt bei 182,94 Dollar.

Vergleich der Apple-Aktie mit dem S&P 500

Der S&P 500 konnte sich im März ebenfalls deutlich erholen, notierte zum Ende des Monats aber noch etwas deutlicher unterhalb seiner Bestmarke von Anfang Januar 2022. Seitdem ging es für den Auswahlindex in einem von Inflations- und Rezessionsängsten geprägten Marktumfeld um 14,47 Prozent nach unten. Dieser Dynamik konnte sich auch Apple nicht entziehen und hat gegenüber den Hochpunkten von Ende März mittlerweile gut 22 Prozent verloren. Das zeigt, dass Apple in einem anziehenden Gesamtmarkt wohl über das größere Upside-Potenzial verfügt, in einem schwachen Marktumfeld aber auch stärker nach unten korrigiert.

Was passiert aktuell bei der Apple-Aktie?

Nach dem Bruch der 150-Dollar-Marke bemühen sich die Anleger aktuell darum, die Apple-Aktie im Bereich der 140-Dollar-Marke wieder zu stabilisieren. So steuert der Anteilsschein auf die erste positive Handelswoche seit Ende März zu, nachdem es zuletzt acht verlustreiche Wochen in Folge gegeben hatte. Mit Blick auf eine mögliche Bodenbildung und einen Turnaround wäre ein positives Wochensaldo ein wichtiges Signal. Zu einem dynamischen Rebound kommt es aber erst bei einem Wiederanstieg über den markanten Widerstand von 150 Dollar.

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Reuters warnt vor den Corona-Lockdowns

Während die Zinserhöhungen der Federal Reserve Bank den gesamten Technologiesektor in eine Korrektur gezwungen haben, wird Apple zudem auch noch massiv durch die Corona-Lockdowns in China belastet, in der ganze Städte heruntergefahren werden. Neuesten Berichten der Nachrichtenagentur Reuters zufolge bremsten die chinesischen Corona-Restriktionen die iPhone-Entwicklung aus. Schlimmstenfalls könnten hierdurch Verzögerungen bei den Produktionsplänen eintreten und letztlich weniger Modelle hergestellt werden.

Apple warnt vor Folgen für Produktion und Nachfrage

Bei der jüngsten Bilanzvorlage hatte Apple selber vor möglichen Beeinträchtigungen der Produktion und der Nachfrage in der Volksrepublik gewarnt, ohne dabei jedoch ins Detail zu gehen. Was das bedeutet, lässt sich nur erahnen. Immerhin zeichnet das China-Geschäft für rund ein Fünftel des Gesamtumsatzes verantwortlich.

Q2-Zahlen fallen stark aus

Im zweiten Quartal des bis Ende September laufenden Geschäftsjahres war von wirtschaftlichem Abschwung und Nachfragerückgang dagegen noch nicht wirklich viel zu spüren. Stattdessen gab es das drittbeste Quartalsergebnis überhaupt. Wie die Kalifornier Ende April mitteilten, stiegen die Erlöse in den drei Monaten bis Ende März um 9 Prozent auf 97,3 Mrd. Dollar.

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Ein besonders kräftiges Wachstum gab es im Service-Bereich, in dem Speicherdienste, Video- und Musikstreaming und die App-Plattform gebündelt sind. Hier stieg der Umsatz um 17 Prozent. Wichtigster Umsatztreiber ist und bleibt aber das iPhone. Trotz der Lieferkettenprobleme und des Chipmangels kletterten die Erlöse um 5,4 Prozent auf 50,6 Mrd. Dollar. Auch bei den Mac-Computern wusste die Umsatzentwicklung zu gefallen. Während der globale PC-Markt um 5 Prozent schrumpfte, legten dort die Erlöse um 14,6 Prozent auf 10,4 Mrd. Dollar zu.

Tim Cook kalkuliert mit Umsatzeinbußen

Jedoch werden sich die Corona-Lockdowns in China erst auf das Juni-Quartal auswirken. Vorstandschef Tim Cook geht davon aus, dass Lieferengpässe und der Rückzug aus dem Russland-Geschäft den Umsatz mit 4 bis 8 Mrd. Dollar belasten könnten. Inwieweit die hohe Inflation die Geschäfte ausbremsen wird, muss sich erst noch zeigen.

Jüngsten Daten zufolge sind die globalen App Store-Umsätze im April weltweit um 8 Prozent und die Downloads um 6 Prozent gestiegen. Im März waren die Umsätze noch um 7 Prozent und die Downloads um 2 Prozent gestiegen. Auch im chinesischen App-Store hat sich das Umsatzwachstum beschleunigt. Der Bank-of-America-Analyst Wamsi Mohan geht davon aus, dass der gesamte Service-Umsatz im dritten Geschäftsquartal um 12 Prozent zulegen wird.

Das Aktienrückkaufprogramm wird ausgeweitet

Der Gewinn je Aktie lag im zweiten Quartal mit 1,52 Dollar deutlich über dem Marktkonsens von 1,43 Dollar je Aktie. Darüber hinaus generierte der Technologiekonzern einen Cashflow aus dem operativen Geschäft in Höhe von 28 Mrd. Dollar. Im abgelaufenen Quartal wurden rund 27 Mrd. Dollar in Aktienrückkäufe investiert. Das Management hat angekündigt, das Aktienrückkaufprogramm um 90 Mrd. Dollar auszuweiten. Des Weiteren wurde eine Dividendenerhöhung um 5 Prozent auf 0,23 Dollar beschlossen.

Langfristig bleibt die Aktie ein Kaufkandidat

Das Aktienrückkaufprogramm könnte die Aktie in einem unruhigen Marktumfeld stützen. Kurzfristig werden die Kurse aber wohl v.a. von der allgemeinen Marktstimmung getragen. Sollte es hier Anzeichen einer Bodenbildung und einer nachhaltigen Trendwende geben, könnte Apple auf dieser Welle mit nach oben schwimmen. Langfristig gesehen bleibt die Aktie ein klarer Kaufkandidat, da das Unternehmen in der Vergangenheit immer wieder bewiesen hat, dass es abseits des Verkaufsschlagers iPhone innovative Produkte und Dienstleistungen entwickeln und neue Markttrends erzeugen kann.

Die wichtigsten Punkte zur Apple-Aktie

  • Die Aktie notiert fast 24 Prozent unter dem Allzeithoch-Niveau von Anfang Januar
  • Umsatz und Gewinn lagen in Q2 über den Erwartungen
  • Corona-Lockdowns und Lieferengpässe könnten zu Beeinträchtigungen führen
  • Apple weitet Aktienrückkaufprogramm aus
  • Innovative Produkte und Dienstleistungen machen Apple zu einem Renditegaranten

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