Alphabet-Aktie: Wie geht es weiter?

Die Papiere von Alphabet notieren fast 30 Prozent unter dem Allzeithoch. Wie werden sich Rezessionssorgen und die aktuelle Geldpolitik weiter auswirken?

Auch die Aktien des Riesenkonzerns Alphabet leiden unter der aktuellen politischen Situation. Vom Allzeithoch bei 151,5 US-Dollar, welches Anfang dieses Jahres erreicht wurde, haben wir uns um fast 30 Prozent entfernt. Mittlerweile notieren die Aktien bei 109 US-Dollar. Vorbörslich sind die Wertpapiere sogar schon wieder um 2,4 Prozent nach unten gesegelt. Nur noch 6,5 Prozent trennen den aktuellen Schlusskurs vom Jahrestief. Wie sehen die Prognosen für die zweite Hälfte des Geschäftsjahres 2022 aus?

Eine große Sorge!

Die aktuelle politische und markttechnische Situation bedroht natürlich auch die Aktien eines Riesenkonzerns. Anleger haben konkret Angst davor, dass eine drohende Rezession das Unternehmen zwingen wird, Ausgaben zu kürzen. Typischerweise müssten dann Marketing- oder Personalkosten reduziert werden, was sich wiederum negativ auf die Entwicklung des Umsatzes auswirkt.

Dennoch muss man auch sehen, dass die Stellung von dem Internetgiganten einzigartig ist. Mit der marktführenden Suchmaschine, der erfolgreichen Plattform YouTube und der Innovationskraft ist Alphabet laut Experten besser auf Krisenzeiten vorbereitet als seine Wettbewerber. Für Unternehmen weniger relevante Plattformen wie TikTok oder Snap werden zuerst getroffen, so die Fachleute.

Der Aktiensplit (20:1)!

Anfang der nächsten Woche wird ein Aktiensplit wirksam. Was das genau bedeutet und wie die Auswirkungen davon aussehen werden, wollen wir uns jetzt gemeinsam anschauen. Bei einem Aktiensplit wird die Anzahl an Aktien erhöht. Konkret heißt das im Fall Alphabet mit einem 20:1 Verhältnis: Wer eine Aktie von Alphabet besitzt, wird nach dem Aktiensplit 20 Aktien innehaben. Dabei reduziert sich jedoch gleichzeitig der Wert der Aktien dahingehend, dass die 20 Aktien den Wert von einer Aktie vor dem Split haben. Im Ergebnis wird somit der Wert der Aktie aufgeteilt und jede Aktie somit günstiger. Warum entscheiden sich Unternehmen nun einen solchen Schritt zu gehen?

Aktiensplitts verfolgen vor allem das Ziel, die Aktien für Kleinanleger attraktiver zu machen. Einzelaktien kann man grundsätzlich nur in ganzen Teilen kaufen, sodass der hohe Wert einer Alphabet-Aktie von circa 2.228 Euro Kleinanleger abschrecken könnte. Aktiensplits sind ein Instrument, was häufig von Unternehmen genutzt wird. So konnte beispielsweise Tesla im Sommer letzten Jahres mithilfe eines Aktiensplits (5:1 Verhältnis) einen weiteren Kursanstieg auslösen. Hier wurde das Ziel, die Aktien einem breiteren Investorenstamm attraktiv zu machen, erfolgreich erreicht.

So reagieren die Analysten!

In jüngster Zeit haben mehrere Analysehäuser ihre Bewertungen für die Papiere des Internetkonzerns aktualisiert. Heute wollen wir uns die Neuerungen von JPMorgan und Goldman Sachs anschauen, wobei wir bei JPMorgan starten. Die US-Bank hat das Kursziel für Alphabet C-Aktie von 3200 auf 2800 US-Dollar gesenkt und die Einstufung auf „Overweight“ belassen. Der Analyst Douglas Anmuth musste in seiner aktuellen Studie aufgrund der aktuellen (geld-)politischen Situation die Erwartungen an Internetwerte kürzen. Zwar sind viele Konzerne aufgrund zu kürzender Werbeausgaben stark betroffen, dies treffe aber nicht so stark auf Alphabet zu. Die Nachrichtensuche via Google würde auch in einer Rezession viel genutzt.

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat die Alphabet A-Aktie auf „Buy“ mit einem Kursziel von 3000 US-Dollar belassen. Der Analyst Eric Sheridan musste ebenfalls in seiner Branchenstudie zu Technologie- und Internetwerten die Prognosen senken. Dabei wollte er vor allem ein zu erwartendes niedriges Umsatzwachstum aufgrund des schwächeren Makroumfelds berücksichtigen. Die folgende Tabelle soll einen Überblick über die jüngsten Analystenbewertungen geben:

Analysehaus Bewertung Kursziel
Oppenheimer Die Bewertung „Kaufen“ wurde beibehalten. Das Kursziel wurde von 175 auf 165 US-Dollar gesenkt.
Credit Suisse Die Bewertung „Kaufen“ wurde beibehalten. Das Kursziel wurde von 170 auf 143 US-Dollar gesenkt.
Truist Securities Die Bewertung „Kaufen“ wurde beibehalten. Das Kursziel wurde von 175 auf 150 US-Dollar gesenkt.
Morgan Stanley Die Bewertung „Kaufen“ wurde beibehalten. Das Kursziel wurde von 150 auf 140 US-Dollar gesenkt.
MKM Partners Die Bewertung „Kaufen“ wurde beibehalten. Das Kursziel wurde von 165 auf 140 US-Dollar gesenkt.
Citigroup Die Bewertung „Kaufen“ wurde beibehalten. Das Kursziel wurde von 3175 auf 2900 US-Dollar gesenkt.
Evercore ISI Die Bewertung „Kaufen“ wurde beibehalten. Das Kursziel wurde von 3300 auf 3110 US-Dollar gesenkt.
Guggenheim Die Bewertung „Kaufen“ wurde beibehalten. Das Kursziel wurde von 3000 auf 2700 US-Dollar gesenkt.
Barclays Die Bewertung „Kaufen“ wurde beibehalten. Das Kursziel wurde von 3200 auf 3000 US-Dollar gesenkt.

Der Analystenschnitt: Kaufen!

Insgesamt haben 51 Analysten ihre Bewertungen für die Aktien des Internetriesens abgegeben. Davon empfehlen 35 Analysehäuser, die Aktien zu kaufen. 15 Experten raten dazu, den Bestand an Aktien aufzustocken und einer würde die Aktien halten. Durchschnittlich raten die Experten daher, die Aktie zu kaufen.

Das durchschnittliche Kursziel beträgt 154,10 US-Dollar, was bei dem aktuellen Schlusskurs von 109,03 US-Dollar ein Kurspotenzial von 41,3 Prozent darstellt. Das Kursziel am oberen Ende der Preisspanne beträgt 205,9 US-Dollar, das Kursziel am unteren Ende 122,5 US-Dollar.

Insiderverkäufe!

Insider sind solche Personen, die in einer engen Verbindung zu dem jeweiligen Unternehmen stehen. Diese haben in der Regel bessere Informationen als der Markt, sodass Käufe bzw. Verkäufe einer gesetzlichen Meldepflicht unterliegen. Anleger schauen auf solche Insidertrades, da diese eine Prognose sein könnten, in welche Richtung es mit dem Kurs gehen wird.

John L- Hennessy, Chairman von Alphabet, hat in jüngster Zeit Aktien von Alphabet verkauft. So hat er noch Anfang der letzten Woche 75 Aktien zum Preis von 2.312 – 2.371 US-Dollar verkauft. Anfang Juni hatte er 33 Aktien verkauft. Damit reite er sich mit anderen Insidern ein. Insgesamt wurden so in den letzten drei Monaten ganze 30 Verkäufe von Insidern getätigt.

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