Allianz PKV: Ein böses Omen?

Ein drohender Zahlungsausfall in Russland bringt Gefahren für die Allianz-Tochter Pimco mit sich, wovon die Allianz PKV aber erst einmal unberührt bleibt.

Die Allianz-Tochter Pimco macht dieser Tage mal wieder mit zweifelhaften Neuigkeiten auf sich aufmerksam. Laut Informationen der „Financial Times“ hält die Investmentgesellschaft russische Schuldtitel in Milliardenhöhe und die könnten sich schon sehr bald mehr oder weniger in Luft auflösen. Mehrere Ratingagenturen sagen dem Land aufgrund der westlichen Sanktionen einen Zahlungsausfall voraus. Sollte es zu einem solchen kommen, könnte die Allianz einen weiteren Milliardenverlust verbuchen müssen.

Dabei mussten erst kürzlich satte 3,7 Milliarden Euro an Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten rund um die Structured Alpha-Fonds verbucht werden, wie „Versicherungswirtschaft heute“ zu berichten weiß. Es wirft wahrlich kein gutes Licht auf die Allianz-Tochter, wenn diese sich immer wieder verzockt und dabei Unsummen schlicht und ergreifend in den Sand setzt. Da mag sich manches Mitglied der Allianz PKV auch fragen, ob das Auswirkungen auf die monatlichen Beiträge haben könnte.

Kein Grund zur Panik

Zu befürchten ist das jedoch nicht, da von den Tätigkeiten von Pimco die Töpfe der Allianz PKV grundsätzlich unberührt bleiben. Schon allein aus gesetzlichen Gründen ist es dem Versicherer auch gar nicht ohne Weiteres erlaubt, Verluste aus Investmentgeschäften mit Mitteln aus der privaten Krankenversicherung quer zu finanzieren. Allerdings nimmt es auch nicht eben Druck von den Verantwortlichen, wenn immer wieder Fehlschläge in derartigen Ausmaßen vorkommen.

Nun lässt sich argumentieren, dass Pimco weder den Ukraine-Krieg noch die harschen Sanktionen des Westens in irgendeiner Art und Weise hätte vorhersehen können. Das ist am Ende des Tages aber auch nur ein schwacher Trost für die Aktionäre sowie alle anderen, die von den drohenden Verlusten in Mitleidenschaft gezogen werden könnten. Gleichwohl ist es bisher noch nicht zum Zahlungsausfall von Russland gekommen, sodass zumindest noch Hoffnung darauf besteht, dass Pimco und damit auch die Mutter Allianz nochmal mit einem blauen Auge davonkommen werden.

Die Allianz PKV wird nicht billiger

Auch völlig unabhängig von einigen fragwürdigen Investments ist nicht davon auszugehen, dass die Allianz PKV in absehbarer Zeit günstiger wird. Im Gegenteil, die derzeitigen wirtschaftlichen Entwicklungen sprechen eher für das Gegenteil. Allem voran die immer steiler ansteigende Inflation entwickelt sich zu einem echten Problem. Kürzlich meldeten die USA eine Inflation von 7,9 Prozent und damit den höchsten Anstieg seit den frühen 1980er Jahren. Experten befürchten bereits eine Stagflationen wie in den 70er Jahren, was für Mitglieder der privaten Krankenversicherungen keine gute Entwicklung wäre.

Die EZB hält sich derweil mit Maßnahmen zurück, welche die Inflation wirksam bekämpfen könnten. Erst im Sommer ist geplant, die Anleihenkäufe zurückzufahren und erst im Nachgang sollen die Zinsen schrittweise erhöht werden. Wann genau und in welchem Umfang, ließ die Zentralbank mit Sitz in Frankfurt offen. Das stößt sowohl bei Wirtschaftsexperten als auch vielen Aktionären auf viel Unverständnis.

Flucht nach vorne

Um sich trotzdem vor unkontrollierten Preissteigerungen bei der eigenen PKV zu schützen, bleibt in der PKV noch die Möglichkeit des PKV Wechsels bestehen. Mit einem solchen lassen sich die Effekte von niedrigen Zinsen gepaart mit einer hohen Inflation zwar allenfalls begrenzen. Unter dem Strich wird der eigenen Geldbeutel aber letztlich geschont, was gerade in diesen Zeiten wohl jeder gut gebrauchen kann. Zu beachten sind bei einem PKV Wechsel aber einige grundsätzliche Dinge.

Empfehlenswert ist ein solcher Schritt in der Regel nur beim Verbleib beim bisherigen Versicherer. Ansonsten drohen angesammelte Altersrückstellung ganz oder teilweise zu verfallen. Darüber hinaus sollte bei einem Wechsel auch genau auf die Leistungen geschaut werden. Mit einem Wechsel in einen Basistarif lässt sich zwar sehr viel Geld sparen. Allerdings ist das Zurückerlangen einmal aufgegebener Leistungen zu einem späteren Zeitpunkt immer mit einer Gesundheitsprüfung verbunden. Fällt die nicht gut genug aus, können Versicherer bestimmte Bausteine dauerhaft versagen. Gerade Leistungen, welche für einen Versicherten besonders wichtig sind, sollten daher nicht leichtfertig aus der Hand gegeben werden. Oftmals ist ein PKV Wechsel aber auch ohne die Aufgabe solcher mit spürbaren Kostensenkungen verbunden.

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