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Alibaba- und Amazon-Aktie: Im Aufwind aus Gründen!

Die Aktien von Alibaba und Amazon haben zuletzt wieder ordentlich Boden gut gemacht. An den grundsätzlichen Problemen der beiden E-Commerce-Giganten ändert das nichts.

Auf einen Blick:
  • Die Aktien von Alibaba und Amazon spüren wieder Aufwind
  • Amazon profitiert von gefallener Inflationsrate in den USA
  • Alibaba könnte beim chinesischen Singles Day vor neuem Umsatzrekord stehen
  • Doch die Internet-Händler aus den USA und China stehen weiter vor großen Herausforderungen

Liebe Leserin, lieber Leser,

nach erneut schwierigen Wochen an der Börse, legten auch die Aktien der beiden E-Commerce-Riesen Amazon (USA) und Alibaba (China) vor dem Wochenende wieder deutlich zu. Im Zuge der verbesserten Stimmung an den globalen Finanzmärkten, bedingt durch die überraschend stark gefallen Inflationsrate in den USA, ging die Amazon-Aktie mit einem Wochenplus von acht Prozent bei wieder mehr als 100 Dollar aus dem Handel in New York. Die Papiere von Alibaba kamen mit einem Schlusskurs von 70,78 Dollar auf ein Wochenplus von sogar rund zehn Prozent. Und doch ist dies lediglich eine Momentaufnahme. Beide Unternehmen haben aktuell noch Probleme genug.

Amazon stellt gar die Alexa-Frage

Während der Facebook-Konzern Meta tausende Stellen streicht und Twitter nach der Übernahme durch Tesla-Chef Elon Musk vollends im Chaos versinkt, kann sich auch Amazon der Krise der Techbrache offenbar nicht entziehen. Der Handelskonzern denkt angesichts der konjunkturellen Lage über konkrete Einsparungen nach, wie das Wall Street Journal vor dem Wochenende berichtete. Zur Debatte stehe dabei auch die Gerätesparte, zu welcher der Sprachassistent Alexa gehört, heißt es auf tagesschau.de.

Allein diese Sparte des in vielen Geschäftsfeldern aktiven Handelskonzerns hat demnach zuletzt einen operativen Jahresverlust von mehr als fünf Milliarden Dollar gemacht. Den Mitarbeitern einiger Bereiche „habe Amazon empfohlen, sich nach Stellen anderswo im Unternehmen umzusehen“. Bereits bei der Veröffentlichung der Quartalszahlen Ende Oktober hatte Amazon-Chef Andy Jassy laut des Berichts eine strenge Kostenkontrolle angekündigt. „Wegen der weltweit hohen Inflation und der damit verbundenen Kaufzurückhaltung der Konsumenten erwartet der US-Onlineriese Amazon zudem nur ein geringes Umsatzplus im Weihnachtshandel.“

Amazon mit schwachen Quartalszahlen

Nach hohen Umsätzen in den Pandemie-Jahren 2020 mit 21 Milliarden US-Dollar sowie 2021, als sogar 33 Milliarden US-Dollar in die Kassen gespült wurde, hat Amazon laut des Techportals Golem zuletzt 3 Milliarden US-Dollar weniger eingenommen.

  • Zwar hatten sich mehrere Analysten nach dem jüngsten Quartalsbericht vorsichtiger gezeigt.
  • Allerdings sprachen sie mehrheitlich Kaufempfehlungen für die Amazon-Aktie aus

So hatte etwa die Credit Suisse das Kursziel für Amazon nach Zahlen von 159 auf 142 US-Dollar gesenkt, die Einstufung blieb aufgrund ihres Potenzials aber auf „Outperform“. Wechselkursgegenwind im Onlinehandel sowie eine trägere Entwicklung im Cloud-Geschäft hätten „zu einem Umsatz leicht unter den Erwartungen geführt“, begründete Analyst Stephen Ju laut finanzen.net die Rückstufung. Dennoch prognosiziert er selbst nach der jüngsten Erholung ein weiteres Kursplus von satten 40 Prozent.

Kursziele für Amazon-Aktie bis 175 US-Dollar

Noch weitaus mehr erwartet die US-Bank JPMorgan: Sie hatte die Einstufung für Amazon berits vor den Quartalszahlen auf “Overweight” mit einem Kursziel von 175 US-Dollar belassen und bislang nicht daran gerüttelt. Analyst Douglas Anmuth verwies in seiner Studie vor allem auf die langfristigen Wachstumschancen und beließ die Aktie auf der “Analyst Focus List”. Er sei weiterhin zuversichtlich, dass Amazon sein Umsatzwachstum beschleunigen und die Gewinnmargen bis 2023 ausweiten könne, so der Experte. Auch andere sind der Meinung, dass es mittelfristig mit der Amazon-Aktie aufwärts geht.

KurszielKurspotenzial
RBC Capital135,00$+33,94%
UBS165,00$+63,71%
Bernstein Research150,00$+48,82%
Deutsche Bank175,00$+73,63%

Alibaba-Group verlor die Hälfte des Börsenwerts

Ähnlich optimistisch zeigten sich die Analysten zuletzt auch bei Alibaba. Das durchschnittliche Kursziel für die Papiere des chinesischen Handelskonzerns liegt aktuell bei 979 Chinesischer Yuan, was rund 138 US-Dollar entspricht. Die Experten erwarten angesichts des letzten Schlusskurses an der New Yorker Börse also nichts weniger als eine Kursverdopplung bei den Papieren.

Die tatsächliche Entwicklung allerdings war, der Erholung vor dem Wochenende zum Trotz, zuletzt alles andere als erbaulich. Innerhalb von drei Monaten hat die Alibaba-Aktie noch immer gut ein Viertel ihres Wertes eingebüßt, auf Jahressicht war es sogar mehr als die Hälfte.

Alibaba Aktie Chart
1T
1W
3M
6M.
1J
5J
max

Singles Day 2023: Gedämpfte Erwartungen

Ob der so genannte Singles Day dem Unternehmen wieder zu altem Glanz verholfen hat? Eigentlich am 11. November des Jahres begangen, beginnt das chinesische Shopping-Event inzwischen fast zwei Wochen früher. Erstmals hatte die Alibaba-Gruppe dafür virtuelle Verkaufsveranstaltungen mit Augmented-Reality-Lösungen inszeniert, die den Verbrauchern „die Zukunft des Handels im Metaverse näherbringen sollen“, wie es hieß.

Die Umwandlung des Verbraucherbewusstseins in Kundentreue sei „der Schlüssel zur Erzielung der besten Investitionsrendite“, wird Chui Xue, President of Industry Development and Operation Center von Taobao und Tmall bei der Alibaba Group, vom e-commerce-magazin zitiert. Ob das geklappt hat, ist eher fraglich.

Alibaba zuletzt im Wachstum ausgebremst

Noch sind die Zahlen nicht öffentlich gemacht worden, doch die Erwartungen waren laut des schweizer Wirtschaftsmagazins Cash eher mau: „Schätzungen des Beratungsunternehmens Syntun zufolge sanken die Erlöse in den ersten zwölf Stunden des Verkaufsereignisses um 4,7 Prozent“, heißt es.

Citi-Analysten prognostizierten demnach, dass der Bruttowarenwert von Alibaba am Singles Day konservativ geschätzt zwischen 545 und 560 Milliarden Yuan (74,5 bis 76,5 Milliarden Euro) liegen werde, was einem Wachstum von lediglich 0,9 bis 3,6 Prozent zum Vorjahr entspräche. 2021 lag das Plus laut Cash noch bei 8,5 Prozent, im Jahr 2020 sogar bei 26 Prozent.

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