Aktien fallen, Kryptos noch stabil – gefährliche Gemengelage!

Die Lage auf den Kapitalmärkten ist derzeit angespannt. Diese Nervösität könnte auch Folgen für die Kryptowährungen mit sich bringen.

Die Aktienmärkte litten zuletzt unter zwei Nachrichten. Ob wirklich beide schlecht sind, bezweifele ich noch. Aber zunächst einmal wurden sie negativ aufgenommen. Um was geht es? Nun, zunächst einmal wurde in Südafrika eine weitere neue Mutation des SARS-CoV-2-Virus entdeckt. Diese wurde von Experten und der WHO zunächst einmal als besorgniserregend eingestuft, weil es mit 32 sehr viele Veränderungen gab und zudem viele dieser Veränderungen das sogenannte Spike-Protein betrafen.

Daher solle die neue, letztlich Omikron getaufte Variante ansteckender und möglicherweise auch gefährlicher sein. Zudem stand infrage, ob die vorhandenen Impfstoffe gegen diese Mutation noch wirken würden. Wobei man die Wirkung dieser ohnehin in Zweifel ziehen kann. Nein, ich möchte an dieser Stelle sicherlich keine Diskussion über die Impfung lostreten.

Aber selbst unsere Politiker haben inzwischen ja bemerkt, dass der Impfschutz nicht sehr lange anhält. Sonst würde man ja nicht inzwischen schon offen darüber diskutieren, dass der Impfstatus bei nicht regelmäßigen Nachimpfungen verfallen soll (ob nun nach sechs oder neun Monaten). Aber wie geschrieben, das ist hier nicht das Thema.

Wichtiger ist, was wir inzwischen schon wissen. Nämlich, dass diese Mutation in der Tat infektiöser ist und daher schon ihren weltweiten Siegeszug begonnen hat. Mit anderen Worten: Omikron dürfte wohl Delta bald ablösen. Zugleich wissen wir jedoch auch, dass eine Ansteckung mit der Omikron-Variante höchstwahrscheinlich zu weniger schweren Verläufen von Covid-19 führt.

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Ebenfalls erscheint es sehr wahrscheinlich, dass die Impfstoffe noch immer einen zwar nur kurzen, aber in dieser Zeit doch recht guten, Schutz gegen die Krankheit bieten. Dies alles zusammen genommen ist tendenziell somit eine gute Nachricht. Denn wenn Omikron zwar ansteckender, zugleich aber harmloser ist, könnte man nun eine Durchseuchung der Bevölkerung zulassen und dadurch Herdenimmunität erreichen.

Daher sehen auch schon erste Marktanalysten den Anfang vom Ende der Pandemie gekommen, auch wenn wir in Deutschland das vielleicht noch nicht so richtig bemerken. Das liegt einfach daran, dass wir im besten Deutschland aller Zeiten leben, was wir selbstverständlich den besten Politikern aller Zeiten zu verdanken haben. Ironie aus. 😉

Die US-Notenbank und die Börse haben es bereits begriffen…

Ein Ende der Covid-19-Pandemie, aus gesellschaftlicher Sicht natürlich absolut wünschenswert, bedeutet jedoch für die Börse nicht unbedingt die beste aller Welten, ja fast schon das Gegenteil. Denn mit einem Ende der Pandemie dürfte auch das Ende der Geldflut gekommen sein. Die Börse aber lebt von Liquidität, wie schon der große André Kostolany wusste.

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) jedenfalls scheint auch schon begriffen zu haben, dass nun langsam das Ende der Pandemie gekommen ist. Anders jedenfalls ist nicht zu erklären, dass der Offenmarktausschuss der Fed nicht nur an seinem Tapering-Plan festhält, sondern diesen sogar noch verschärfen möchte. Wobei die hohen Inflationsraten in den USA natürlich ein Problem darstellen, auf das die Fed eben langsam mal reagieren musste. Aber gleich so drastisch?!

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Neben Omikron ist das nun verkündete, verschärfte Tapering, das sogar erste Zinserhöhungen in den Vereinigten Staaten in 2022 wahrscheinlich macht, somit die zweite – und in diesem Fall tatsächlich schlechte – Nachricht. Daher ist die Korrektur, die am US-Aktienmarkt unter der Oberfläche schon länger läuft, nachvollziehbar und wohl noch nicht beendet, insbesondere im Technologiesektor.

Korrektur bei US-Hightechs könnte auf Kryptos überschwappen!

Womit wir beim Hauptproblem des Krypto-Marktes derzeit sind. Grundsätzlich ist es so, dass dieser ebenfalls bereits eine Korrektur vollzogen hat. So ist allein die „Mutter aller Kryptowährungen“, der Bitcoin (BTC), zuletzt von rund 69.000 auf etwa 56.000 US-Dollar, zurückgefallen. Das würde eigentlich ausreichen, um nun so langsam wieder den nach wie vor intakten Aufwärtstrend wieder aufzunehmen.

Tatsächlich scharren die Bullen auch schon mit den Hufen. Besonders bei der Nummer 2 des Krypto-Marktes, Ethereum (ETH). Aber selbst beim Bitcoin, der schon mehrfach Anstalten gemacht hat, die Marke von 60.000 US-Dollar zu attackieren. Das Problem bisher war aber, dass die Aktienmärkte, insbesondere die US-Hightechs an der Nasdaq, nicht mitgespielt haben.

Grundsätzlich muss man zwar feststellen, dass US-Hightech-Aktien und die Kryptos nicht direkt miteinander korrelieren. Genauso wenig wie das digitale Gold namens Bitcoin ja nicht mit dem Goldpreis korreliert. Aber… am US-Aktienmarkt wurde in der jüngeren Vergangenheit sehr stark auf Kredit spekuliert. Kommt es daher hier zu einer echten Korrektur, geraten viele Anleger in Probleme, Stichwort: Margin Call.

Zu einem solchen Margin Call kommt es immer dann, wenn die Sicherheiten, die für die Kredite hinterlegt wurden, nicht mehr ausreichen. Dann meldet sich die Bank beziehungsweise der Broker und verlangt eine zügige Aufstockung der hinterlegten Sicherheiten. An dieser Stelle könnte nun eine umfangreichere Korrektur der Hightechs in den USA auf den Krypto-Markt überschwappen.

Denn die Kryptos stehen nach wie vor eher hoch, einen „Krypto Winter“ haben wir ja nicht. Dementsprechend könnte bei einem Margin Call manch ein Anleger auf die Idee kommen mal Gewinne – oftmals vielleicht sogar steuerfreie Gewinne – mitzunehmen, um so seine unter Wasser stehenden Positionen am Aktienmarkt zumindest vorerst zu „retten“.

Darüber hinaus dürfte natürlich auch ein verschärfter Liquiditätsentzug der Fed die Kryptos zusätzlich belasten. Denn viele Anleger haben ja auf Bitcoin und Co. gesetzt, weil sie Angst vor Hyperinflation und einem Crash der Fiat-Währungen, konkret also dem US-Dollar, hatten und haben. Daher scheint die Absage der Jahresendrally an den Aktienmärkten durch die Fed auch eine Absage einer Jahresendrally bei den Kryptos zur Folge haben zu können. Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben!

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