Aktien: Da kommen Sie nicht herum!

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Liebe Leserin, lieber Leser,

wir leben in herausfordernden Zeiten. Und dabei spreche ich in diesem Fall nicht von Corona und den damit verbundenen persönlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen.

Nein, es geht schlichtweg um die massive Niedrigzinspolitik, der wir Anleger uns seit Jahren gegenüber sehen.

Ich bin in der vergangenen Woche an dieser Stelle darauf eingegangen, warum sich an dieser Lage auf absehbare Zeit nur wenig ändern wird. Bei massiv steigenden Zinsen kommen die Staaten aufgrund ihrer hohen Verschuldung ins Schleudern.

Konkret: Ich bezweifle stark, dass viele Länder, auch Deutschland, mit einer Umlaufrendite von über 2% klar kommen würden.

Die Zinsen bleiben (erst einmal) weit unten

In Anbetracht dieses Szenarios weiter extrem niedrig bleibender Zinsen ist uns Anlegern ein wichtiger Baustein der Vermögensverwaltung genommen.

Es war früher wirklich recht einfach: Man gestaltete sein Depot mit Staatsanleihen und nahm eventuell noch eine kleine Tranche Aktien auf. Schon war die Sache erledigt.

So einfach ist es nun nicht mehr. Viele Anleger stellen sich nun die Frage, was Sie jetzt mit dem Anteil des Depots machen sollen, der früher für Staatsanleihen reserviert war. Dummerweise war dieser gerade bei konservativen Investoren in der Regel der Größte.

Immobilien: Schwierig aus mannigfaltigen Gründen

Seit einigen Jahren wird immer deutlicher, dass Anleger die Immobilie noch vermehrter für sich entdeckt haben. Die Preise spiegeln die enorme Nachfrage bei Eigenheimen wieder. Ich weiß, wovon ich spreche. Denn erst vor 8 Monaten haben wir eine Immobilie in Stadtnähe verkauft und ein sehr schönes Objekt auf dem Land erworben.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Solvay?

Glauben Sie mir: Niemand war über den exorbitant hohen Verkaufspreis der Stadtimmobilie mehr überrascht als wir.

Konkret: Die Preise für Immobilien, besonders in oder an der Stadt, haben Höhen erreicht, die durchaus auf eine Blase hindeuten könnten.

Wir sprechen hier von Summen, die es vielen Menschen unmöglich machen, solche Immobilien als Anlage zu sehen. Die Frage ist auch, ob der Mietmarkt weitere massive Mieterhöhungen „mitmacht“.

Immo-Fonds: Auch schwierig

Das Problem des hohen „Anschaffungswiderstands“ einer Immobilie könnten Sie mit einem Immobilien-Fonds umgehen.

Das eliminiert aber nicht das Problem des schon sehr hoch gelaufenen Preisniveaus nicht.

Ich mag damit falsch liegen, aber ich gehe nicht davon aus, dass die Rendite in den kommenden Jahren auch nur ansatzweise so hoch wie die der vergangenen sein wird.

Was bleibt? Die klassische Aktie

Und nun sich auch die deutschen Investoren gezwungen, ihre Aktienpositionen zu erhöhen. Denn der Aktienmarkt profitiert massiv von der Niedrigzinspolitik.

Jeder Euro, der nicht in die Bedienung von Schuldzinsen fließt, erhöht den Gewinn der Aktiengesellschaften. Die Industrie profitiert täglich von den niedrigen Zinsen.

Wir sind uns einig: Aktien gehören mehr als je in jede vernünftige Vermögensplanung!

Vorteil: Die Flexibilität

Sie können Aktien im Sekundentakt kaufen und verkaufen. So können Sie schnell auf Veränderungen reagieren.

Ein einfaches Beispiel: Sie stellen fest, dass die Firma, deren Aktien Sie besitzen, ihre Geschäftspolitik zum Schlechten verändert. Da sie dieses Verhalten als zukünftige Belastung für den Kurs der Aktie sehen, verkaufen Sie den Wert umgehend.

Probieren Sie das einmal mit einer Immobilie. Wenn da der Keller unrettbar feucht ist, wird es eine ganze Weile dauern, bis Sie das Objekt wieder los sind. Über den Verkaufspreis bei Notverkäufen will ich gar nicht erst sprechen!

Vorteil: Aktien sind Sondervermögen

Während Anleihen, auch Staatsanleihen, reine Versprechen sind, steckt hinter den Aktien in der Regel ein Gegenwert in Form von Patenten, Immobilien oder Fahrzeugen.

Was aber noch wichtiger ist: Aktien sind Sondervermögen. Konkret:

Während Anleihen, Zertifikate, also generell verbriefte Rechte bei einer Insolvenz des Emittenten faktisch wertlos werden, gilt das nicht für Aktien.

Wenn Sie ein Aktiendepot bei einer Bank besitzen, erstreckt sich eine mögliche Insolvenz nicht auf die in Ihrem Depot gehaltenen Aktien. Achtung: Das Bargeld ist eine andere Sache.

Vorteil: Aktien zahlen Dividende

Als Aktienbesitzer sind Sie Miteigentümer der Firma. Das bedeutet, dass Sie Ihren Anteil am Gewinn ausgeschüttet bekommen. In Zeiten hoher Zinsen war die Dividendenrendite oft zu vernachlässigen.

Aber aktuell wirkt eine Dividendenrendite von 4,55% bei der Allianz durchaus attraktiv.

Dividenden sind gerade jetzt ein massiver Schritt zu einem stetigen Vermögensaufbau!

Schreckgespenst Inflation

Ich weiß nicht, ob es Ihnen auch so geht. Aber irgendwie wird vieles stetig teurer. Energiepreise werden von der Ökosteuer befeuert. Auch die Lebensmittel werden nicht gerade billiger.

Von Mieten und Abgaben will ich gar nicht erst sprechen.

Sollte sich dieser Trend fortsetzen, besteht sicherlich die Gefahr einer massiv steigenden Inflation.

Ich bin mir absolut sicher, dass die klassische Reaktion, nämlich die Zinsen massiv anzuheben, nicht folgen wird. Massive Zinserhöhungen sind nicht im Interesse der Staaten. Bei den aktuellen Staatsverschuldungen kann das nicht der Fall sein.

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Aktien steigen als Sachwerte allein aufgrund der Inflation im Kurs. Das kann Einiges bei Ihnen im Depot abfangen.

Nach diesem Plädoyer für die Aktie stelle ich Ihnen in der kommenden Woche die wichtigsten Kennzahlen vor. Das sollte Ihnen die Aktienauswahl deutlich erleichtern!

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