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Die Aktie des Tages: BASF – Schockstarre!

Die Ergebnisse von BASF haben einige Anleger in eine Schockstarre versetzt. Allerdings lohnt sich hier ein Blick hinter die Kulissen.

Auf einen Blick:
  • BASF-Anleger schockiert
  • Operativer Gewinnrückgang
  • Hingegen konnte der Umsatz um 12 Prozent gesteigert werden
  • Kosteneinsparungen geplant

Liebe Leser,

BASF hat neue Ergebnisse mit uns geteilt und einige Anleger in eine Schockstarre versetzt. Nach der Meldung, dass das Upstream-Geschäft mit einem operativen Gewinnrückgang von knapp 50 Prozent zu kämpfen hat, kann einem durchaus übel werden. Doch wie Sie es von der Aktie des Tages gewohnt sind, blicken wir hinter die Kulissen. Denn die Ergebnisse anderer Geschäftszweige können sich durchaus sehen lassen. Kumuliert betrachtet konnte der Umsatz demnach gesteigert werden. Gemeinsam blicken wir nun auf alle Faktoren, die Sie beachten sollten. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen!

BASF-Aktie: Gemischte Gefühle

Neue Eckdaten sind da! Dies haben einige Analysten natürlich als Aufhänger genommen, um die Ratings erneut anzupassen. So hat die Deutsche Bank Research nach den Zahlen die Einstufung auf „Hold“ mit einem Kursziel von 55 Euro belassen. Dabei sein die Eckdaten von BASF insgesamt gemischt ausgefallen, schrieb der Analyst Tim Jones in seiner Studie. Insgesamt würden sich für das kommende Quartal als auch für 2023 einige Belastungen andeuten.

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Schweres Umfeld bereits eingepreist?

Eine ähnliche Einschätzung vertritt auch Chetan Udeshi aus dem Hause JPMorgan. Hier wurde die Einstufung auf „Overweight“ mit einem Kursziel von 55 Euro belassen. Auch Udeshi hat nach den Eckdaten seine Schätzungen überarbeitet: Er vertritt die Meinung, dass die schwierigen Konjunkturaussichten weitestgehend eingepreist sein – auch für das kommende Handelsjahr.

Dazu hat die Goldman Sachs Analystin Georgina Fraser das Kursziel für die BASF-Aktie angepasst. Die Einstufung wurde auf „Neutral“ belassen und das Kursziel von 43 auf 47 Euro angehoben. Demnach hat die Analystin ihre Schätzungen für das kommende Jahr angehoben.

Gewinnrückgang: Alle Hintergründe!

Auf den ersten Blick wurde diese Meldung vom Markt bestraft: Der Chemieriese hat mit einem deutlichen Gewinnrückgang zu kämpfen. Doch auf den zweiten Blick können wir die Situation nun besser bewerten. Der Rückgang ist auf ein Segment zurückzuführen, welches die gesamten Ergebnisse beeinflusst hat. Die Rede ist von dem „Upstream-Geschäft“ mit Basischemikalien und Vorprodukten.

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In diesem Bereich sank das bereinigte operative Ergebnis um die Hälfte. Bei dem Segment Materials konkret um 41 Prozent. Das hat natürlich auch die kumulierten Ergebnisse gedrückt. Dennoch bestätigte BASF seine bereits vor 6 Wochen kommunizierten Zahlen für das 3. Quartal. Letztlich hat der Konzern aktuell mit den hohen Rohstoff- und Energiepreisen zu kämpfen. Wiederum muss ich hier hinzufügen, dass andere Bereiche intakt sind. Beispielsweise konnten die Ergebnisse im „Downstream-Geschäft“ deutlich gesteigert werden.

2,2 Milliarden Euro für Erdgas!

Die Mehrkosten für Erdgas sollen sich nach eigenen Angaben in den ersten 9 Monaten auf 2,2 Milliarden Euro belaufen. Insgesamt sank der bereinigte operative Gewinn um 28 Prozent auf 1,348 Milliarden, während der Umsatz aufgrund der höheren Preise um 12 Prozent auf 21,95 Milliarden Euro zulegte. Der starke Dollar hat diese Entwicklung zusätzlich befeuert. Wichtig ist auch die Kalkulation der Abschreibung auf die Wintershall Dea-Beteiligung. Nach der Abschreibung stand noch ein Überschuss von 909 Millionen Euro in den Büchern.

So geht es weiter

Aufgrund der gestiegenen Kosten will der Konzern ein neues Sparprogramm auferlegen. Vor allem in Europa will man im kommenden Jahr sowie in 2024 pro Jahr 500 Millionen Euro sparen. Dabei sollen sich die Rahmenbedingungen am europäischen Markt erneut verschlechtert haben: „Zum einen wächst der europäische Chemiemarkt seit rund einem Jahrzehnt nur noch schwach“, sagte der BASF-Chef Martin Brudermüller im Zuge der Veröffentlichung. Zum anderen würden die gestiegenen Erdgas- und Strompreise die chemischen Wertschöpfungsketten unter Druck setzen. Um diese Zusatzkosten abzufedern, hatte BASF bereits höhere Preise an die Kunden weitergereicht.

Der Analysten-Schnitt unter der Lupe!

Derzeit wird die BASF-Aktie von 23 Analysten der führenden Häuser gedeckt. Dabei sind 10 Experten der Meinung, dass Anleger die Aktie weiterhin kaufen sollten. Ebenso sind 11 „Hold“-Ratings am Markt platziert, wodurch sich 2 „Sell“-Einschätzungen ergeben. Das durchschnittliche Kursziel beläuft sich aktuell auf 53,28 Euro pro Anteilschein. Nehmen wir uns den gestrigen Schlusskurs zur Hand, so ergibt sich ein weiteres Aufwärtspotenzial in Höhe von 17,1 Prozent.

Fazit des Tages!

Positiv: BASF will bereits im 4. Quartal an der Kostenschraube drehen. Dabei sollen vor allem Dienstreisen stark eingeschränkt und weitere Servicebereiche auf das Mindeste beschränkt werden. Allerdings könnten darunter auch einige Stellen wegfallen. Demnach sollen auch strukturelle Veränderungen vollzogen werden, um den veränderten Rahmenbedingungen entgegenzuwirken und eine künftige Wettbewerbsfähigkeit zu schaffen.

Meines Erachtens ist das ein notwendiger Schritt. Die ersten Einsparungen könnten sich bereits Anfang kommenden Jahres bemerkbar machen. Dabei ist erkennbar, dass BASF nicht aus Prinzip an bestehenden Strukturen festhält, sondern weiterhin mit dem Trend geht. Aus den gegebenen Faktoren sehe ich den Konzern auch noch in den kommenden Jahren als wichtigen Player der Branche. Möglich ist auch, dass sich der Konzern sukzessive aus Europa zurückzieht und sich auf die Geschäfte in Übersee konzentriert. Langfristig orientierte Anleger könnten sich die aktuellen Schwächen zu Nutzen machen.

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