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Adidas: Das China-Desaster – jetzt warnt der Konzernboss!

Adidas leidet schwer unter der Schwächephase in China. Jetzt hat Konzernboss Rorsted deutliche Warnungen ausgesprochen und auch Fehler eingeräumt.

Der deutsche Sportartikelhersteller Adidas hatte in den letzten Jahren vom Wirtschaftsaufschwung Chinas profitiert. Doch nun musste der Konzern in der Volksrepublik erhebliche Abstriche machen.

Im zweiten Quartal krachte der Umsatz von Adidas in China um 35 Prozent ein, weshalb das Unternehmen auch seine Gesamtprognose nach unten schrauben musste. Die Herzogenauracher begründeten den Rückgang im Rahmen der Quartalsbilanz vor allem mit den Corona-Lockdowns in China, in dessen Folge Filialen vorübergehend schließen mussten. Doch nun hat Konzernboss Kasper Rorsted auch eine etwas andere Begründung parat.

Kritik an Uiguren-Skandal: Boykottaufrufe gegen Adidas

Im Gespräch mit dem „Handelsblatt“ wies der Manager nun nämlich auf die politische Stimmung im Reich der Mitte hin, die Adidas offenbar schwer zu schaffen macht. Hintergrund: Westliche Modekonzerne hatten die Kommunistische Partei offen kritisiert und dabei die menschenrechtswidrigen Bedingungen in der Region Xinjiang in den Mittelpunkt gestellt. Dort wird die muslimische Minderheit der Uiguren laut inzwischen verifizierten Medienberichten unter anderem zu Sklavenarbeit gezwungen.

Peking gefiel die Kritik der Modekonzerne freilich überhaupt nicht und ließ über staatsnahe Medien Boykottaufrufe gegen Adidas und andere Unternehmen veröffentlichen. Eben diese Boykottaufrufe zeigten offenbar Wirkung, wie Konzernboss Rorsted gegenüber dem „Handelsblatt“ nun einräumen musste.

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Rorsted: China bleibt ein Risikofaktor

Und nicht nur das: Der Manager betonte auch, dass ein längerfristiger Ausfall von China als Wachstumsmarkt die Umsatz- und Gewinnziele von Adidas für die Jahre bis 2025 in Frage stellen würde. „Falls sich die ursprünglichen Annahmen dauerhaft ändern, müssten wir auch unsere Ziele anpassen“, akzentuierte der Vorstandschef.

Trotzdem glaube er nicht an eine endgültige Abkehr des Riesenreichs von westlichen Marken. „Dann hätten alle Firmen in der Welt ein Problem. Aber ich halte das nicht für realistisch. China wird wiederkommen, und dann ist auch der Hebel nach oben groß“, so die Hoffnung des Managers. Rorsted wies darauf hin, dass die Chinesen im Fernsehen Basketball aus den USA und Fußball aus Europa verfolgten. „Da treffen sie immer wieder auf Adidas.“

Chinesische Konkurrenz: Adidas verliert an Boden

Rorsted musste im Interview auch Fehler einräumen. „Wir waren nicht gut genug darin, die Konsumenten zu verstehen. So haben wir den Spielraum für chinesische Wettbewerber geöffnet, die das besser gemacht haben“, sagte er mit Blick auf die erstarkende chinesische Konkurrenz (via Reuters).

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