Adidas-Aktie: Blick auf die Zahlen Q3/2020!

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Während das Jahr 2020 noch mit einem neuen Allzeithoch startete, folgte anschließend der Einbruch, seitdem sich die Adidas Aktie zwar deutlich erholen konnte, allerdings noch nicht wieder das alte Niveau erreichte. Wie steht es also um den Sportartikel Riesen und hat er die Krise vielleicht sogar genutzt, um sich noch effizienter für die Zukunft aufzustellen? Hierfür betrachten wir nun den Bericht über das dritte Quartal 2020.

Vorjahresniveau fast wieder erreicht!

Das Betriebsergebnis verbesserte sich im Vergleich zu Q2 um 1,1 Mrd. Euro und liegt mit nun 794 Mio. Euro wieder im positiven Bereich. Dies liegt vor allem an einem enormen Quartalswachstum des Umsatzes, welcher in Q3 nur noch 7 % unter dem des Vorjahresquartals war. Die Umsatzkosten liegen währenddessen nur um 3 % niedriger als im Quartal des Vorjahres. Grund für diese dennoch stattfindende Erholung in Q3 ist vor allem das boomende online Geschäft, wo Adidas seine Umsätze um 51 % steigern konnte. Hierfür wurden viele Rabattaktionen angeboten, trotz derer die Bruttomarge im Schnitt immerhin bei 50 % gehalten werden konnte.

Wie sieht die 9-Monats-Betrachtung aus?

Unter Berücksichtigung der ersten neun Monate und somit der vollen Auswirkungen der Corona Pandemie lässt sich deren Auswirkung noch deutlicher erkennen. Der Umsatz fiel von fast 18 Mrd. Euro um 20 % auf nun nur noch 14,3 Mrd. Euro. Dementsprechend verschlechterte sich auch der Gewinn von 1,8 Mrd. Euro auf 286 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie liegt somit inzwischen auch bei 1,47 Euro statt wie im Vorjahr noch bei 8,76 Euro.

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Warum leidet der asiatische Absatz so sehr?

Wirft man einen Blick auf die erzielten Umsätze innerhalb der ersten neun Monate in den verschiedenen Weltregionen, erkennt man recht schnell, dass die Asien-Pazifik Region hier mit -24 % einen enormen Verlustpunkt darstellt, der nur geringfügig auf Währungseffekte zurückzuführen ist. Während sich die asiatische und insbesondere die chinesische Wirtschaft eigentlich schnell von der Krise erholte, scheint dies also nicht direkt auch für den dortigen Absatz von Adidas zu gelten. Dennoch stellt diese Region mit 4,6 Mrd. Euro nach wie vor den größten Anteil am Umsatz dar. Es folgen Europa mit 4 Mrd. Euro (-14 %) und Nordamerika mit 3,3 Mrd. Euro (-12,6%). Immens ist zudem der Umsatzrückgang um 37 % in Lateinamerika, welcher jedoch auch durch Währungseffekte geprägt wurde. Währungsbereinigt liegt das Umsatzminus hier „nur“ bei 25 %. Mit nun nur noch 750 Mio. Euro ist Lateinamerikas Anteil am Umsatz aber auch eher gering.

KFW Kredit konnte bereits wieder abgezahlt werden!

Zu Beginn der Pandemie einigte man sich mit der Bundesregierung auf mögliche finanzielle Unterstützungen, die bei Bedarf abgerufen werden könnten. Von der vereinbarten Maximalsumme eines Konsortialkredites in Höhe von 3 Mrd. Euro machte Adidas erst im Juli im Umfang von 500 Mio. Euro gebrauch. Diese wurden nun bereits im Oktober vollständig zurückgezahlt und es folgte der Wechsel auf einen neuen Konsortialkredit mit mehreren Partnerschaftsbanken. Dieser neue Deal hat einen Umfang von 1,5 Mrd. Euro.

Was jetzt?

Für das vierte Quartal wird eine ähnliche Entwicklung erwartet, wie sie bereits im dritten Quartal stattfand. So soll sich das Geschäft besonders auf dem chinesischen Markt zwar deutlich erholen, gleichzeitig auf dem westlichen Markt, geprägt von erneuten Lockdowns, auch deutlich langsamer erholen. Insgesamt wird daher ein Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr im mittleren einstelligen Bereich erwartet. Das Betriebsergebnis soll aber dennoch bei 100 bis 200 Mio. Euro in Q4 alleine liegen.

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