Nachdem sich die 7C Solarparken-Aktie seit Jahresbeginn in einem mehr oder weniger kontinuierlichen Abwärtstrend befand, legt das Papier des Solarparkbetreibers am Donnerstag um gut fünf Prozent zu. Was steckt hinter dem Kurssprung?
Ein Wettbewerber wird geschluckt
Vom Unternehmen selbst gibt es keine Nachrichten, weshalb nur ein Marktereignis als Kurstreiber infrage kommt. Dieses ist schnell ausgemacht: Es ist die Übernahme des Solar- und Windparkbetreibers Encavis.
Der Finanzinvestor KKR hat heute ein Übernahmeangebot in Höhe von 17,50 Euro je Aktie auf den Tisch gelegt, dass zu einer zeitweiligen Aussetzung des Handels von Encavis führte. Nach der Wiederaufnahme des Handels sprang die Encavis-Aktie prompt um 25 Prozent in die Höhe.
Die deutlich über dem aktuellen Börsenwert liegende Bewertung von Encavis durch KKR zeigt, dass der Finanzinvestor großes Potenzial im Unternehmen sieht und offensichtlich bereit ist, eine satte Kaufprämie zu bezahlen.
Die Encavis-Übernahme sorgt nun auch bei anderen Erneuerbaren-Energie-Aktie für Übernahmefantasien. Green-Tech-Aktien sind in den letzten Jahren stark an der Börse unter die Räder gekommen und viele von ihnen haben inzwischen ein attraktives Bewertungsniveau erreicht.
Besser auf die Zahlen achten
So könnte auch 7C Solarparken in den Fokus von Finanzinvestoren geraten. Mit einem Streubesitz von rund 80 Prozent ist die Aktionärsstruktur von 7C Solarparken sehr breit gestreut, was eine Übernahme bei einem attraktiven Angebot erleichtern dürfte.
Grundsätzlich sollten Anleger jedoch nicht auf eine mögliche Übernahme spekulieren. Viel wichtiger sind die Geschäftszahlen des Unternehmens. Sie machen schließlich die Musik an der Börse.
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