4,5 Prozent Dividendenrendite mit Aussicht auf mehr!

Es gab Zeiten, da wurden die deutschen Versorger RWE und E.ON als Witwen- und Waisenpapiere betitelt.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

es gab Zeiten, da wurden die deutschen Versorger RWE und E.ON als Witwen- und Waisenpapiere betitelt. Aktien, die mit hoher Solidität und hohen Dividendenausschüttungen glänzten und auch sonst irgendwie als unerschütterlich galten.

Diese Zeiten sind längst vorbei, spätestens mit dem Ausstieg aus der Atomenergie in Deutschland verloren diese Aktien ihren Nimbus.

Gleichzeitig verschwand der Begriff der Witwen- und Waisenpapiere zunehmend aus der Börsenpresse. Doch die beiden Aktien stehen natürlich unverändert auf dem Kurszettel des Deutschen Aktienindex DAX.

Werfen wir also heute einen Blick auf E.ON, vielleicht meistert das Unternehmen die Energiewende ja viel besser, als viele annehmen.

Gute Kursentwicklung trotz Seitwärtstrend

Blicken wir auf die Kursperformance der letzten Jahre zurück, so können wir diese als sehr solide einstufen.

In den letzten fünf Jahren konnte die Aktie von E.ON rund 68 Prozent, in den vergangenen drei Jahren gut 20 Prozent und auf die letzten zwölf Monate gesehen knapp 12 Prozent zulegen. Zuzüglich Dividenden natürlich, aber dazu später mehr.

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Beim Blick auf den langfristigen Chart der E.ON Aktie wird aber deutlich, dass dem Papier ein eindeutiger Trend nach oben fehlt. Seit Mitte 2017 ist der Kurs in einer Spanne zwischen rund acht Euro auf der Unterseite und 11,50 Euro auf der Oberseite gefangen.

Ein klarer Aufwärtstrend ist nicht auszumachen. Somit war die Aktie sogar ein wenig für Trader interessant.

Denn wer stets im Bereich von gut acht Euro gekauft und bei Kursen von zehn Euro oder darüber verkauft hat, konnte seine Rendite noch einmal deutlich optimieren.

Übrigens erreichte der Kurs erst Ende August dieses Jahres fast wieder genau die Marke von 11,50 Euro und drehte hier folgerichtig wieder nach unten ab. Ob jetzt wieder die acht Euro angelaufen werden, bleibt abzuwarten, auf jeden Fall ist die Aktie in eine Korrektur übergegangen.

Starkes 1. Halbjahr 2021

Rein fundamental gibt es dagegen keine echten Gründe für einstellige Kurse, zu stark war das im August verkündete Halbjahresergebnis. So erhöhte sich der Umsatz in den ersten sechs Monaten 2021 um 2,4 Milliarden auf 33,0 Milliarden Euro.

Noch größer war die prozentuale Steigerung beim bereinigten EBIT, hier konnte der Konzern einen Zuwachs von 45 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro vorweisen.

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Auch beim Verschuldungsgrad macht E.ON Fortschritte, so wird der anvisierte Schuldenfaktor von 4,8 bis 5,2 Prozent wohl schon in diesem Jahr erreicht, ein Jahr eher als ursprünglich geplant.

Starke Zahlen, welche das Unternehmen mit den beiden zentralen Geschäftsfeldern, Energienetze und Kundenlösungen erwirtschaftet hat.

Denn eines ist E.ON nicht mehr, ein klassischer Versorger, welcher selbst Energie erzeugt bzw. Kraftwerke betreibt. Dieses Geschäft liegt beim Essener RWE Konzern.

Mit diesen guten Nachrichten bestätigte CEO Leonhard Birnbaum auch das Dividendenversprechen des Unternehmens. So soll die Ausschüttung bis zum Jahre 2023 jährlich um bis zu fünf Prozent steigen.

Zuletzt betrug die Dividende 0,47 Euro pro Anteilsschein, basierend auf dem aktuellen Kursniveau entspricht das einer Rendite von rund 4,5 Prozent.

Damit gelingt auch der Inflationsausgleich durch die Dividende bei E.ON trotz der auch im September wieder gestiegenen Teuerungsrate. Gestern meldete das Statistische Bundesamt einen vorläufigen Anstieg der Verbraucherpreise um 4,1 Prozent für den Monat September. Die Inflation bleibt also nach wie vor vergleichsweise auf hohem Niveau.

Solides Kerninvestment?

Unterstellen wir die vom Unternehmen kommunizierte Steigerungsrate bei der Dividende um fünf Prozent pro Jahr, dann könnte selbst bei weiter anziehender Inflation der Ausgleich mittels der Dividendenzahlung durchaus gelingen.

Wenn der Anleger dann noch einen Einstieg eher im unteren Bereich der zuvor beschriebenen Handelsspanne sucht, dann könnte E.ON durchaus als ein Kerninvestment für ein konservatives Dividendendepots taugen.

Denn die Einstiegshürden für Konkurrenten sind groß und mit der Beschleunigung der Energiewende, auch getrieben durch eine neue Bundesregierung, könnte sich E.ON durchaus ein großes Stück von diesem Milliardenkuchen abschneiden.

Vielleicht holt sich damit die Aktie den Titel eines Witwen- und Waisenpapiers zurück, auch wenn dieser zugegeben nicht grade sehr modern klingt.

Nennen wir es lieber eine solide Alternative zu Festgeld und Co. in Zeiten des Negativzinses, welche sich gut zum Ausgleich der Inflation eignet.

Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit investiert.

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