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Dividende – Alles was Sie wissen müssen

Liebe Leser,

in der Zeit, in der Zinsen faktisch abgeschafft werden, sind sogenannte Dividenden Aktien besonders beliebt. Das hat einen guten Grund. Viele Unternehmen verdienen auch weiterhin prächtig. Sie beteiligen ihre Aktionäre sehr großzügig an den möglichen Gewinnen. Laut den Prognosen der Dax Konzerne werden 2018 Rekordsummen in Höhe von 35 Milliarden Euro an die Anteilseigner ausgeschüttet. Diese Summe entspricht einer Steigerung von rund 11%. Daraus errechnet sich eine Dividendenrendite von 2,8%. Sie stellt alle möglichen Zinsanlagen aktuell weit in den Schatten.

Bei vielen Anlegern versetzt die Dividendensaison alle Jahre wieder im Frühjahr in Hochstimmung. Das Volumen, der ausgeschütteten Gewinne der Unternehmen hat bei den großen Dax Konzernen bereits in den letzten Jahren stark zugenommen. Daher ist es auch kein Wunder, dass die Aktien in den Zeiten der historischen Niedrigzinsen mit einer höheren Dividendenrendite bei vielen Investoren sehr beliebt ist. Aus diesem Grund werden die Gewinnbeteiligungen deshalb bereits häufig als die neuen Zinsen bezeichnet.

Steuerliche Behandlung einer Gewinnausschüttung

Alle Privatpersonen in Deutschland müssen durch die Abgeltungssteuer die Dividenden als Einkünfte aus dem Kapitalvermögen versteuern. Personengesellschaften sowie Einzelunternehmen müssen die Dividenden nach einem sogenannten Teileinkünfteverfahren versteuern. Vor der Ausschüttung wird eine Kapitalertragssteuer von 25% abgezogen und an das zuständige Finanzamt abgeführt werden. Bereits seit 2013 können Kapitalgesellschaften die Dividenden steuerfrei vereinnahmen, wenn sie zu Beginn des Jahres an der ausschüttenden Gesellschaft mit mindestens 10% beteiligt waren.

Was genau sind Dividenden?

Eine Dividende ist ein wichtiger Teil eines Gewinns, den eine AG an die Aktionäre ausschüttet. Häufig verwendet ein Gesetzgeber den Begriffe nicht im Zusammenhang mit dem Aktiengesetz. Vielmehr wird sie im § 174 Abs. 2 des Aktiengesetztes zu den auszuschüttenden Beträgen gezählt. Bei einigen Kapitalgesellschaften wie zum Beispiel bei einer Genossenschaft oder GmbH kommt es ebenfalls zu Gewinnausschüttungen. Beim Einkommenssteuergesetz wird dagegen eine Dividende im Bezug auf alle Gewinnausschüttungen erwähnt, die aus den Anteilen an Kapitalgesellschaften entstehen.

Die Höhe einer Dividende kann sehr unterschiedlich ausfallen. Sie wird von einer Hauptversammlung bzw. vom Vorstand mit einer einfachen Mehrheit beschlossen. Bis vor zwei Jahren erfolgte eine Dividendenzahlung immer an dem Tag, der nach der Hauptversammlung folgt. Seit dem 01.01.2017 tritt die Fälligkeit in der Regel frühestens am dritten Tag nach der Hauptversammlung ein. Hierbei muss es sich um einen Bankarbeitstag handeln. Seit 2017 zahlen die DAX Unternehmen ihre Dividenden meistens am dritten Bankarbeitstag aus. Durch die Satzung und den Hauptversammlungsbeschluss kann auch eine andere Fälligkeit in Kraft treten. Für den Anspruch auf eine Divendenzahlung ist entscheidend, ob ein Aktionär am Tag der Versammlung bereits die entsprechende Aktie im Wertpapierdepot verbuchen konnte.

Bei Namensaktien kommt es darauf an, ob diese im Aktionärsverzeichnis eingetragen waren. In einigen Ländern kann es passieren, dass Abweichungen vorkommen. Oftmals ist es üblich, dass sogenannte Record dates als Stichtag festgelegt werden. Bei einem schwebenden Börsengeschäft wird der Anspruch immer nach dem jeweiligen Schlusstag bestimmt. Hierbei handelt es sich um den letzten Tag vor dem sogenannten Ex-Tag. Er ist der letzte Inklusiv- oder Cum-Tag.

Bei dem EX-Tag handelt es sich meistens um den Zahlbarkeitstag. Das ist aber nicht zwingend notwendig. Beim Kauf auf Ex-Tag werden in Ausnahmefällen kein Dividendenanspruch mehr erworben. Im deutschsprachigem Raum ist es üblich, dass die Dividende nur einmal im Jahr ausgeschüttet wird. In vielen anderen Ländern sind sogar mehrmalige Ausschüttungen üblich. Die gängigste Form in den USA ist eine quartalsbezogene Dividende.

Jährliche Zahlungen von Dividenden

Eine Dividende ist ein wichtiger Teil eines Gewinns, der von einer Aktiengesellschaft an alle Aktionäre ausgeschüttet wird. Wenn der absolute Betrag je nach Aktie in ein Verhältnis zum Kurs gesetzt wird, dann ergibt sich eine bestimmte Dividendenrendite, die als entsprechende Bewertungskennzahl vermerkt wird. In Deutschland sind jährliche Ausschüttungen der Dividenden üblich. In allen angelsächsischen Ländern bzw. in Japan wird häufig eine an die Geschäftsentwicklung angepasste Quartalszahlung vorgenommen.

Hierbei handelt es sich um Quartalsdividenden. Ein großer Teil der Hauptversammlungen werden im deutschsprachigen Raum nur einmal jährlich zwischen März und Juli durchgeführt. Hierbei ist die Höhe der Dividende durch den Vorstand der AG vorzuschlagen. Mit einer einfachen Mehrheit wird die Höhe durch die stimmberechtigten Aktionäre beschlossen.

Dividendenzahlungen am Ausschüttungstag

Eine Zahlung der Dividenden erfolgt häufig am Tag nach der Hauptversammlung. In diesem Fall handelt es sich um eine Ex-Dividende. Das führt bei einem Aktienkurs meistens ganz ungeachtet von weiteren Einflussfaktoren, nach dem Gesetz des Angebots und der Nachfrage zu einem jeweiligen Abschlage in der Höhe der Bruttodividende. Wenn zum Beispiel in der Hauptversammlung eine Ausschüttung von 5 Euro festgelegt wurden, dann reduziert sich der Kurs der Aktie aufgrund des Abschlags der Dividende am Extag von einem vorher angenommenen Wert bei 150 Euro auf die Summe von 145 Euro.

Das hat für Sie als Aktionär wirtschaftlich keine große Auswirkung, solange der Aktienkurs nicht gleichzeitig durch andere relevante Faktoren beeinflusst wird. Weil nach einer Dividendenzahlung eine Aktie optisch gesehen einen günstigen Eindruck vermittelt, wird eine Ausschüttung besonders in einer starken Börsenphase ganz schnell wieder aufgeholt. Das wirkt sich zusätzlich kurstreibend aus. Dividenden gelten als wichtiger Erfolgsfaktor. Eine Dividende ist für einen langfristigen Anlangeerfolg eines Investments sehr wichtig. Dadurch steht eine höhere Ausschüttungsquote häufig stellvertretend für die Ertragskraft und Stabilität eines Unternehmens. Das stützt wiederum den Aktienkurs.

Die ausgeschütteten Anteile der Gewinne ermöglichen auf lange Sicht einen Zinses-Zins-Effekt. Das trägt sehr stark zum Gesamtertrag einer bestimmten Aktienanlage bei. Oftmals ist die Wirkung größer, als bei einer normalen Kursentwicklung. Ein einfacher Index Vergleich des Dax zeigt das in der weit verbreiteten Kurs- und Performance Variante.

Im Gegensatz zum Kurs Index erzielte der Performance Dax, der die anfallenden Dividenden in voller Höhe anrechnet, bereits seit 1987 jedes Jahr eine höhere Durschnittsrendite, als ein Börsenbarometer ganz ohne Dividenden Beteiligung. Als Anleger sollten Sie daher möglichst immer auf ein Index Investment setzen, dass auf einem Performance Index basiert.

Vorsicht bei zu hohen Dividendenrenditen

Bei vielen Anlegern sind Aktien mit einer exorbitanten Dividendenrendite sehr beliebt. Hohe Erträge sollte immer etwas kritischer hinterfragen. Überprüfen Sie in diesem Fall am besten ihre Nachhaltigkeit. Mitunter fällt die Rendite nur so deutlich aus, weil sich zum Beispiel die Aktie etwas verbilligt hat. Dadurch können weitere Qualitätskriterien in die Beurteilung einer Aktie mit einbezogen werden.

Häufig stellt sich die Frage, ob ein Unternehmen bereits über viele Jahre eine Dividendekontinuierlich ausgezahlt hat und diese nie gekürzt hat. In der Regel ist eine mittlere Ausschüttungsquote immer dann die bessere Alternative, wenn sie in einem angemessenen Verhältnis zum Gewinn steht. Sie vermittelt das Gefühl für eine gute Ertragskraft und Stabilität des Unternehmens.

Das Börsenjahr 2017

Das Jahr 2017 ist abgeschlossen. 2018 stellen sich viele Anleger die Frage, wie sich die Ausschüttungen der Renditen für das neue Börsenjahr entwickeln. Bei welchen Firmen wird im aktuellen Jahr eine größere Ausschüttung erwartet? Damit eine langfristige Anlage lukrativ ist, spielen Dividenden eine größere Rolle. In vielen aktuellen Studien wird belegt, dass die Unternehmen, die Aktionäre dauerhaft am eigenen Erfolg teilhaben lassen, langfristig die höheren Wertzuwächse liefern werden.

Damit immer der Überblick behalten wird, wo gerade die besten Dividenden winken oder wo es kaum Auszahlungen gibt, sollte ein Blick in den Dividendenrenditen geworfen werden. Somit können Sie gleich erkennen, welche Unternehmen aktuell mit den höchsten Renditen locken.

Der Dividenden Kalender

Jedes Jahr erwarten alle Anleger in Deutschland die beginnende Dividendensaison im Frühling. Der Blick fällt dabei spezielle auf die Unternehmen, die bisher ihre Aktionäre sehr üppig und vor allem dauerhaft an ihrem Erfolg beteiligt haben. Um welche Aktie es sich im einzelnen handelt, können Sie bequem über einen Dividenden Kalender in Erfahrung bringen. Zur Zeit herrschen in vielen Bereichen die Niedrigzinsen. Das sorgt dafür, dass die Ausschüttungen an die Aktionäre für die Anleger immer wichtiger wird. In vielen Bereichen werden die Ausschüttungen als neue Zinsen bezeichnet.

Kontinuierlich und hohe Dividenden üben auf alle Anleger natürlich einen besonderen Reiz aus. In einer ordentlichen HV (Hauptversammlung) wird über die Ausschüttung der Dividenden beraten. Die Zahlung und die Höhe der Dividende werden durch den Vorstand der AG vorgenommen. Beide Punkte werden Punkte können auch durch die stimmberechtigten Aktionäre beschlossen werden. Hauptversammlungen finden in der Regel nur einmal im Jahr zwischen März und Juli statt. In diesem Zeitraum ist daher der Dividenden Kalender besonders prall gefüllt.

Bei den meisten handelbaren in- und ausländischen Aktien ist es für Sie meistens sehr aufwendig und mühsam, eine Dividenden Perle zu finden. Ein leicht zu handhabener Kalender kann hierbei schnell für Abhilfe sorgen. Jeder Investor bekommt dabei für jeden einzelnen Titel einen Überblick über alle zu erwartenden und akutellen Dividenden und den entsprechenden Dividendenrenditen. In der Regel werden beim Kalender die Ausschüttungstermine und die Hauptversammlungstermine angezeigt. Sie können aber auch durch wenige Klicks abgerufen werden.

Das praktische Tool ist meistens mit einer komfortablen und umfangreichen Suchfunktion ausgestattet. Sie kann neben einer gezielten Einzelrecherche durch die Wertpapierkennnummern oder Namen auch eine indexweite Dividendensuche ermöglichen. So lassen sich insgesamt die nachhaltigsten und besten Dividendenzahler schnell und einfach identifizieren. Zusätzlich bietet ein Kalender auch viele wissenswerten Nachrichten oder Neuigkeiten rund um das Thema Börse und Dividenden.

Einige Aktien schütten bereits seit über 100 Jahren ihre Dividenden aus

Dividenden Aktien sind in den Zeit von Straf- oder Minizinsen auch im Jahr 2018 sehr beliebt. Immer mehr Anleger nutzen die neuen Zinsen, um sich ein finanzielles Polster zu verschaffen. Die besten Dividendenpapiere zeichnen sich neben einer soliden Ausschüttungspolitik auch durch eine zweistellige, langfristige Kursrendite aus. Aber warum sind einige Dividenden Aristokraten so erfolgreich? Ein kluger Anleger setzt normalerweise nicht auf einen Geheimtipp. Er wird eher Wert auf eine Verlässlichkeit in Form von stabilen Dividenden Wert gelegt.

Viele Profis wissen außerdem, dass stabile Dividendenerträge viel nachhaltiger sind, als kurzfristige hohe Gewinne. Besonders in den unsicheren Börsenzeiten sind die Dividenden Aktien eine gute Basis für ein erfolgreiches Geschäft. Ein Unternehmen, dass im letzten Jahr einen guten Gewinn macht, kann die Dividende erhöhen.

Andere Unternehmen, die im letzten Jahren einige Probleme hatten, müssen die Dividenden kürzen. Es ist für die meisten Anleger nicht nur die Höhe der Dividenden entscheidend, sondern auch die Kontinuität der Zahlungen. Nur die Unternehmen, die jedes Jahr nachhaltige Gewinne erwirtschaftet haben, können jedes Jahr lohnenswerte Zahlungen ausschütten.

Treffen Sie die richtige Wahl

Alle Dividenden Aristokraten können dank einer überlegten Strategie seit vielen Jahren verlässlich eine Dividende auszahlen. Ein Vorteil ist, dass die Zahlungen sogar Jahr für Jahr erhöht werden können. Es ist klar, dass die Dividenden Strategie immer etwas Geduld von Ihnen fordert. Wenn Sie als Anleger immer den neuesten Trends folgen und einige Geheimtipps erhalten, dann ist eine derartige Strategie nicht gut geeignet.

Dafür ist sie sehr gut dafür geeignet, allen Anlegern eine Anlagemöglichkeit zu bieten, wenn ihnen eine stetige Wertentwicklung sehr wichtig ist. Ob Bären- oder Bullenmarkt – die Unternehmen haben die Höhe der Ausschüttungen auch in schlechten Zeiten, wie zum Beispiel zu Beginn dieses Jahrtausends nicht gesenkt. Solche Aktiengesellschaften zählen daher zu den Dividenden Aristokraten. Sie gehören zur Königsklasse, da sie stetig lohnenswerte Dividenden auszahlen.

Praktische Dividendenchecker

Viele Aktionäre nutzen beim Kauf von Wertpapieren die unterschiedlichsten Investitionskriterien. Während ein spekulativer Anleger auf der Suche nach einem passenden Pennystock ist, setzen konservative Anleger eher auf Bluechip oder Aktien, die von einem grundsolidem Unternehmen angeboten werden. Ein besonderes Kriterium ist auch die Dividende einer Kapitalgesellschaft, die bei einigen Unternehmen mit Sicherheit mit einer Rendite eines Sparbriefs oder durch ein Tagesgeldkonto mithalten kann.

Die Kursentwicklung eines Wertpapiers wird in der Regel vernachlässigt. Durch einen Dividendenchecker wird Ihnen ein Überblick geboten, der alle wichtigen Renditen anzeigt. Aber auch die Renditen, die im Bezug auf die zu erwartenden Dividenden möglich sind, können eingesehen werden.

News

Am 22.02.2018 hat der Gesamtvorstand der XING SE auf Basis der nicht testierten und vorläufigen Ergebnisse beschlossen, dass die Dividende um 22,6% erhöht werden kann. Die Dividende liegt jetzt bei 1,68 Euro. Die ADVA Optical Networking SE wird auch weiterhin keine Dividenden ausschütten. Dafür plant auch die Gerresheimer AG eine höhere Dividende. Trotz Umsatzrückgang konnte die AG das Jahr 2017 mit einer verbesserten Gewinnmarge abschließen.

Dementsprechend hat das Unternehmen den Aktionären eine Dividende von 1,10 Euro vorgeschlagen. Im Vorjahr lag sie noch bei 1,05 Euro. Aufgrund ihrer weiterhin positiven Unternehmensentwicklung konnte auch die Fielmann AG die Höhe der Dividende erhöhen. Durch die vorhandene Liquidität empfehlen der Aufsichtsrat und der Vorstand eine Dividende in Höhe von 1,85 Euro. Zum Vergleich: Im Vorjahr lag sie pro Aktie bei 1,80 Euro. Weitere Steigerungen konnten bei ProSiebenSat1 Media SE und der Henkel AG & Co. KG verzeichnet werden. Bei der ProSiebenSat 1 Media SE konnte das Geschäftsjahr 2017 mit einem besonders guten Ergebnis und Umsatz abschließen. Das hatte zur Folge, dass auf der Hauptversammlung vom Aufsichtsrat beschlossen wurde, dass die Dividende am 16.05.2018 pro Aktie von 1,90 Euro auf 1,93 Euro erhöht wurden.

Bei der Henkel AG & Co. KGaA findet am 09.04.2018 eine Steigerung von 1,79 statt. Im Vorjahr lag sie pro Aktie bei 1,62 Euro. Anleger der Telekom können ebenfalls aufatmen. Bereits zum dritten Mal in Folge steigert das Unternehmen die Dividenden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 konnte eine Steigerung des Umsatzes von 2,5% festgestellt werden. Bei der Hauptversammlung am 17.05.2018 werden der Aufsichtsrat und der Vorstand eine Dividendenhöhe von 0,65 Euro vorschlagen. Im Vorjahr wurden 0,60 Euro je Aktie vorgeschlagen.

Fazit: Auf Dividenden setzen

Viele Aktionäre dürfen sich dieses Jahr auf besonders hohe Ausschüttungen freuen. Viele große, deutsche Unternehmen haben aufgrund der guten Umsatzlage und sprudelnden Gewinne für das Jahr 2017 die Dividendenhöhe erneut anheben können. Der DAX Trend zeigt, dass die Gewinnbeteiligung bei vielen Unternehmen nach oben geht. Über 23 Unternehmen haben festgelegt, dass sie die Dividende anheben können. Darunter befinden sich Firmen wie Volkswagen, die beispielsweise wegen eines Dieselskandals die Ausschüttung zurückgeführt hatte.

Aber auch Bayer, ProSiebenSat, Munich, Thyssenkrupp und Beiersdorf sind in der Lage, ihre Ausschüttungen für 2017 konstant zu halten. Bei den krisengeschüttelten Kreditinstituten Commerzbank und Deutsche Bank, gucken die Aktionäre wieder in die Röhre. Die Deutsche Bank will zum Beispiel die Dividende wegen des dritten Verlustjahres in Folge um insgesamt 42% kürzen. Bei der Commerzbank dagegen, fällt die Dividende für 2017 komplett aus. Angesicht der aktuellen Kursrückschläge liegt die Dividendenrendite zur Zeit bei 3,2%. Somit liegt sie wieder auf dem durchschnittlichen, jährlichen Niveau. Viele Unternehmen schaffen aber locker mehr.

Aus diesem Grund kommen zum Beispiel Anleger bei Pro7Sat1 auf eine Rendite von 6,2%. Beim Unternehmen Daimler winken dagegen rund 5,2% und bei der Deutschen Telekom immerhin 5%. Mit Abstand die höchste Dividendenrendite kann dieses Jahr die RWE bieten. Der Versorger kann seine Anteilseigner, nachdem sie im letzten Jahr leer ausgegangen sind, in diesem Jahr mit jeweils 1,50 Euro pro Anteilsschein belohnen. Das wäre aktuell eine Rendite von 9,2%. Mittelfristig gesehen dürften die Aktien aus Europa und Deutschland für Sie eine attraktive Anlagemöglichkeit sein.

Die Dividendenrendite des DAX liegt zur Zeit bei rund 2,1% über den zehnjährigen Bundesanleihen. Gleichzeitigen bleiben die Zukunftsaussichten für die weiter steigenden Ausschüttungen sehr gut. Die Gewinnbeteiligung dürfte mittelfristige im DAX pro Jahr um ca. 10% steigen. So wird es von einigen Bank-Spezialisten zur Zeit prognostiziert. für die US-Aktien sieht es derzeit nicht ganz so rosig aus.

Da die Zinsen in den USA wieder angezogen werden, liegen die Renditen der zehnjährigen Staatsanleihen bereits schon jetzt über der Dividendenrendite. In der Vergangenheit haben sich zwar viele Anleger davon nicht abschrecken lassen, aber die Investoren haben jetzt die Möglichkeit, aufgrund des langjährigen Niedrigzinses umzusatteln.